Wie war der Flugverkehr in den Anfängen?

Flugplan der Deutschen Lufthansa aus dem Jahre 1929

Hierzu zeigen wir Ihnen den Herbstflugplan der Deutschen Lufthansa AG aus dem Jahre 1929. Gesponsert von der Deutschen Bank. Wenn eine eventuelle schlechte Wiedergabe auf Ihrem Monitor zu sehen ist, bitten wir um Entschuldigung. Uns liegt nur eine Kopie des Flugplans vor. Doch nun ein paar Erläuterungen dazu:



Die große Anzahl der Flughäfen und -plätze war aus der geringen Reichweite der damaligen Maschinen entstanden. Man brauchte zu den großen Flughäfen noch mehrere Notlandeplätze, wenn die Maschinen zum Auftanken oder wegen schlechter Wetterbedingungen landen mussten. Es wurde damals ja nur nach Sicht geflogen. Je größer der Kreis für den Flughafen ist, so groß war auch die Bedeutung im aufstrebenden Luftverkehr. Essen/Mülheim hatte vor dem 2. Weltkrieg die Bedeutung, die Düsseldorf - Lohausen heute hat.

Wenn man in Lelystaad in Holland im Museum ist, sieht man in dem Nachbau des Terminals von Amsterdam auch die Fluganzeigetafel. Auf dieser Tafel ist auch eine Linienverbindung von Amsterdam über Essen nach Genf eingetragen. Die damalige Flugzeit betrug ca. 4 Stunden. Heute braucht man ca. 1,5 Stunden. Die Flugpreise für damalige Zeiten waren schon beträchtlich. Nach heutigem Standard würde man sagen, es war ein Billig-Flug.

Das Flugnetz war für damalige Zeiten schon enorm. Wenn auch die Maschinen auf den Hauptstrecken nicht so oft flogen, so waren die Maschinen schon damals ausgelastet. Zum Vergleich eine Junkers F 13 bot lediglich 6 Passagieren (Paxe) Platz. Heute ist das Fassungsvermögen um einiges höher. Erst später durch die JU 52/3m und vergleichbare Maschinen wurde die Kapazität der Sitzplätze um einiges erhöht.

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